Direktvermarktung

Nach § 21b EEG 2017 muss jede Anlage einer Veräußerungsform unter Einhaltung der Fristen nach § 21c EEG 2017 zugeordnet werden:

  • der Marktprämie nach § 20,
  • der Einspeisevergütung nach § 21 Absatz 1 und 2, auch in der Form der Ausfallvergütung,
  • dem Mieterstromzuschlag nach § 21 Absatz 3 oder
  • der sonstigen Direktvermarktung nach § 21a.

Bei fehlender Zuordnung verringert sich der Zahlungsanspruch nach § 52 Absatz 2 EEG 2017.

 

Direktvermarktung

Neuanlagen größer 100 kW sind nach § 21 EEG 2017 direktvermarktungspflichtig und müssen unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen und Bestimmungen angemeldet werden. Wechselprozesse für Einspeisestellen (MPES) sind in den Beschlüssen der Bundesnetzagentur festgelegt. Die aktuelle, gültige Verfassung finden Sie unter Wechselprozesse für Einspeisestellen (MPES).

Die Voranmeldung für Neuanlagen kann auch über das Formular erfolgen.

 

Anmeldung Direktvermarktung

 

Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 kW können eine reduzierte Ausfallvergütung für einen begrenzten Zeitraum in Anspruch nehmen. Diese ist unter § 21 EEG 2017 geregelt und beträgt 80 Prozent des jeweiligen anzulegenden Wertes. Die zeitlichen Einschränkungen gelten nicht für Bestandsanlagen. Die Anmeldung für eine Ausfallvergütung kann schriftlich mit Unterschrift und Stempel oder über folgendes Formular „Anmeldung Direktvermarktung“ erfolgen.

 

Neuanlagen größer 750 kW (Biogasanlagen ab 150 kW) sind verpflichtet, an einem Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur teilzunehmen.

 

Marktprämie

Die Voraussetzung für den Anspruch auf eine Marktprämie ist das Vorhandensein einer Fernsteuerbarkeit durch einen Dritten.

Die Fernsteuerbarkeit ist in § 20 EEG 2017 geregelt: Anlagen sind fernsteuerbar, wenn die Anlagenbetreiber die technischen Einrichtungen vorhalten, die erforderlich sind, damit ein Direktvermarktungsunternehmer oder eine andere Person, an die der Strom veräußert wird, jederzeit

 

  • die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann und   
  • die Einspeiseleistung ferngesteuert regeln kann, und dem Direktvermarktungsunternehmer oder der anderen Person, an die der Strom veräußert wird, die Befugnis einräumen, jederzeit

 

  • die jeweilige Ist-Einspeisung abzurufen und  
  • die Einspeiseleistung ferngesteuert in einem Umfang zu regeln, der für eine bedarfsgerechte Einspeisung des Stroms erforderlich und nicht nach den genehmigungsrechtlichen Vorgaben nachweislich ausgeschlossen ist.

 

Zur Erbringung des Nachweises zur Fernsteuerung durch Dritte können Sie gerne unsere Vorlage verwenden.

 

Erklärung zur Fernsteuerbarkeit gemäß § 20 EEG 2017

 

Mieterstromzuschlag

Die Voraussetzungen für die Zahlung des Mieterstromzuschlags müssen nach den §§ 21 und 23b EEG 2017 erfüllt sein, u.a. die Meldung im Marktstammdatenregister.

 

Sonstige Direktvermarktung

Bei der sonstigen Direktvermarktung erhält der Anlagenbetreiber keine Förderung nach dem EEG. Die Anmeldung und Zuordnung sind den Prozessen von EEG-Anlagen gleichgesetzt.

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