Vermiedene Netznutzungsentgelte

Die steigende dezentrale Erzeugung macht es erforderlich die zu vergütenden vermiedenen Netzentgelte an die tatsächlich durch alle dezentralen Erzeugungsanlagen erbrachte Vermeidungsarbeit und Vermeidungsleistung nach § 18 der „Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (StromNEV)“ anzulehnen.

Die individuellen vermiedenen Netzentgelte werden für Vermeidungsarbeit und Vermeidungsleistung jährlich neu berechnet und veröffentlicht und finden Anwendung im Rahmen der Jahresendabrechnung. Die individuellen vermiedenen Netzentgelte können erst nach Abschluss eines Kalenderjahres ermittelt werden. Daher wird die Vermeidungsarbeit unterjährig mit einem vorläufigen Preis bewertet und im Rahmen der Monatsabrechnungen gutgeschrieben. Die Vermeidungsleistung wird im Rahmen der Jahresendabrechnung abgerechnet.

 

Abrechnung der vermiedenen Netzentgelte nach § 18 StromNEV von Erzeugungsanlagen mit registrierender Leistungsmessung sowie nachgelagerte Netze

Alle Betreiber von Erzeugungsanlagen, die über eine registrierende Leistungsmessung verfügen sowie Betreiber nachgelagerter Netze, können zukünftig Anfang des Folgejahres entscheiden, ob im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr für den Vergütungsanteil die Vermeidungsleistung auf Basis der tatsächlichen oder der verstetigten Vermeidungsleistung vergütet werden soll:

  1. Die individuelle tatsächliche Vermeidungsleistung ist die eingespeiste Leistung der Erzeugungsanlagen zum Zeitpunkt der Höchstlast der Netz- oder Umspannebene der Syna in der die Anlage angeschlossen ist. Der Zeitpunkt der Höchstlast der Netz- oder Umspannebene wird von der Syna jeweils nach Ablauf des Kalenderjahres ermittelt und bis zum 15. April im Internet unter www.syna.de veröffentlicht.

  2. Die individuelle verstetigte Vermeidungsleistung ergibt sich als Quotient aus der eingespeisten Jahresarbeit und der Anzahl der Jahresstunden. Ist die Erzeugungsanlage nicht das ganze Kalenderjahr an das Netz der Syna angebunden, erfolgt eine zeitanteilige Berücksichtigung der Stundenanzahl an der die Anlage an das Netz angebunden war.

 

Der Vergütungsanteil für die Vermeidungsleistung ergibt sich aus der Multiplikation der nach Ziffer Buchstabe a) oder b) gewählten Vermeidungsleistung mit dem jeweiligen Leistungspreis der vermiedenen Netznutzung der nächst höheren Netz- oder Umspannebene des Preisblatts für vermiedene Netzentgelte.

Das Verfahren für die Ermittlung der Vermeidungsleistung kann jährlich vom Betreiber der Anlage gewählt werden. Hierzu teilen Sie uns bitte jährlich bis zum 30. April per Email mit dem Betreff „Abrechnung vNNE“ an die Emailadresse eeg@syna.de das von Ihnen gewünschte Verfahren für das jeweils vergangene Kalenderjahr (ex post) mit.

Wird das Wahlrecht nicht oder nicht fristgerecht ausgeübt, wird der Vergütungsanteil für die Vermeidungsleistung für Ihre Anlage auf Basis des verstetigten Verfahrens ermittelt.

Als Betreiber der Syna nachgelagerter Netze melden Sie uns bis 1. März für das abgelaufene Kalenderjahr die anteiligen, eingespeisten Stromengen aus Anlagen mit volatiler (unterschieden nach Neu- und Bestandsanlagen mit Inbetriebnahme vor und nach dem 01.01.2018) und nicht-volatiler Erzeugung.

Das könnte Sie auch interessieren

Netzbetreiber finden

Smart-Meter Roll-out

Dokumentenfinder