Einspeisemanagement – Netzsicherheitsmanagement

Rechtsgrundlage und Formulare

Unter Einspeisemanagement versteht sich die zeitweise Reduzierung der Wirkleistung von Erzeugungsanlagen bis zu deren kompletter Abschaltung im Rahmen der Systemsicherheit und der Netzsicherheit nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und des Einspeisemanagements nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Entlastungsmaßnahmen

Im Rahmen des gesetzlichen Netzsicherheits- bzw. Einspeisemanagements sind im laufenden und zurückliegenden Jahr folgende Entlastungsmaßnahmen durch die Syna GmbH durchgeführt worden.

Beginn Dauer Netzgebiet (PDF | 1,1 MB) Leistung Hinweis
{{entry.beginn | date : "dd.MM.yyyy HH:mm"}} {{entry.dauer}} info.pdf {{entry.leistung}} {{entry.hinweis}}

Erläuterungen zum Einspeisemanagement

Bedingt durch den massiven Zuwachs an dezentraler Erzeugungsleistung stoßen elektrische Netze, vor allem in Netzgebieten mit hohem Aufkommen an EEG-Anlagen, mehr oder weniger schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. In Hoch- und zum Teil auch in Mittelspannungsnetzen, kann allein schon bedingt durch Genehmigungsverfahren, ein Netzausbau nicht mehr immer zeitnah erfolgen. Bei Schwachlast und hoher Einspeiseleistung wächst hier die Gefahr der Netzüberlastung, die nur noch mit Leistungsreduzierungen bei den Erzeugungsanlagen beherrscht werden kann. In Kenntnis dieser Situation und um möglichst viel an dezentraler Erzeugungsleistung in öffentliche Netze einspeisen zu können, hat der Gesetzgeber im EnWG und im EEG Voraussetzungen geschaffen, die sowohl die betroffenen Anlagen- als auch die Netzbetreiber umzusetzen haben.

Die Syna GmbH realisiert das Einspeisemanagement mit Hilfe der sogenannten Funkrundsteuertechnik. Hierzu ist bei Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung > 100 kW ein Funkrundsteuerempfänger zu installieren. Die Kosten für die Umsetzung sind vom Anlagenbetreiber zu tragen.

Die Regelung gilt ab dem 1. Januar 2012 für alle Fotovoltaikanlagen unabhängig von der installierten Leistung. Bei Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung ≤ 30 kWp kann auf den Funkrundsteuerempfänger verzichtet werden, wenn der Anlagenbetreiber die Erfüllung der Bedingung nach § 6 Abs. 2 EEG nachweisen kann (z. B. durch Beschränkung der Wechselrichterleistung auf 70% der Anlagenleistung in kWp oder durch Installation eines Leistungswächters am Netzanschlusspunkt mit Ansteuerung des Wechselrichters). Bei Überschreitung der Leistungsgrenzen durch Zusammenlegung gemäß § 6 Abs. 3 EEG findet diese Regelung bei jeder Einzelanlage – auch wenn die Einzelanlage die jeweilige Leistungsgrenze nicht überschreitet – Anwendung.

Bei Identifikation einer unzulässigen Betriebsmittelbelastung, wird ausgehend von der Netzleitstelle der Syna GmbH ein Funkrundsteuersignal an die in der betroffenen Region einspeisenden Anlagen gesendet. Dieses Funksignal gibt vor, mit welcher maximalen Wirkleistung die Erzeugungsanlagen, die dem Erzeugungsmanagement angeschlossen sind, in das Netz einspeisen können.

Sobald wieder ausreichende Netzkapazitäten zur Verfügung stehen, werden die Leistungseinschränkungen – ebenfalls über ein Funksignal an das Leit- / Steuerungssystem der jeweiligen Erzeugungsanlage – umgehend wieder aufgehoben.

Hinweis:

Die Lieferzeit eines Funkrundsteuerempfängers kann nach Eingang des vollständig ausgefüllten Bestellformulars bis zu fünf Wochen betragen. Im Rahmen der Anlagenplanung ist diese Zeitspanne zu berücksichtigen.

Formulare zur Bestellung und zur Anzeige der Inbetriebnahme eines Funkrundsteuerempfängers, eine Gerätebeschreibung und ein Formular zur Bestätigung einer dauerhaften Leistungsreduzierung finden Sie unter Downloads.

Downloads

Ansprechpartner

Um Ihnen den Ansprechpartner in Ihrer Region zeigen zu können, benötigen wir Ihren Ort oder Ihre Postleitzahl: